… das Donauinselfest 2012 in Wien
1. Tag: Freitag, 22. Juni 2012
Das Donauinselfest in Wien ist Europas größtes gratis Musikfestival und dauert drei Tage. Dieses Jahr vom 22. bis 24. Juni. Der Eintritt ist, wie gesagt frei und das nützen jedes Jahr unzählige Musikfreunde aller Genres. Auf 20 Bühnen performen Newcomer und Chartstürmer vor begeisterten Fans jeden Alters (auch Familien mit kleinen Kindern!).
Das Programm beginnt jeden Tag bereits am frühen Nachmittag und dauert bis nach Mitternacht. Neben zahlreichen Musikperformances gibt es auch ein Kinderprogramm mit Kasperltheater und dergleichen sowie einige Sportshows (etwa BMX- oder Skateshows) und auch Kabarett und Comedy. Zwischen den einzelnen Bühnen finden sich zahlreiche “Tankstationen” für das leibliche Wohl. Kurz: ein einziges riesiges FEST!
Gestern war ich auch dabei und kann nur mit Begeisterung davon erzählen. Teilweise sind die Bühnen recht weit auseinander, weshalb man vorher einen Blick ins Programm werfen sollte, um jene Gigs nicht zu versäumen, die man sehen möchte. Durch die Massen an Besuchern, welche freier Eintritt mit sich bringt, kommt man auch nicht allzu schnell von einer Bühne zur anderen. Hier muss ich ein großes Lob an die Organisation und Security aussprechen: niemals hatte ich in diesen Menschmassen ein Gefühl der Unsicherheit – auch nicht als nach dem letzten Gig alle zu den Ausgängen strömten! Sanitäter, Polizisten und Securitys waren in großen Mengen vertreten und haben an jeder Ecke für Sicherheit und friedliches und geregeltes Verhalten der Besucher gesorgt.
Wir kamen erst gegen 19:30 am Gelände an und blieben bis zum letzten Auftritt (Unheilig) bis um etwa 00:15. Die Anreise mit den Öffis ist sehr einfach (U6, U1 oder Zug) und man kann bis direkt vor die Eingänge fahren. Auch nach dem letzten Konzert, als alle Massen nachhause strömten, war dies sehr gut geregelt und es standen genügend öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung.
Trotz Regen am Vormittag war Wetter dann zum Auftakt des Festivals perfekt, nicht zu sonnig, aber auch nicht zu kühl. Am Eingang wurden den Besuchern erstmal sämtliche Bierdosen abgenommen. Wasserflaschen durften jedoch mit auf das Gelände genommen werden. Wir machten uns dann gleich auf zur ersten Bühne: Rock. Dort startete gerade das Konzert von Jaya the Cat. Eine Band, von der ich zuvor nie etwas gehört hatte, danach aber total begeistert war. Dann weiter den Menschenströmen nach zur Energy-Bühne wo wilder Electrosound die Leute zum Springen brachte – nicht so ganz mein Fall. Ein krasser Gegensatz war dann die Performance von Marco Ventre auf der Schlager/Oldies-Bühne… nun auch nicht ganz meins
. Die beiden Konzerte haben wir eher im Vorbeigehen belauscht. Wir machten uns dann doch langsam auf zur Ö3-Bühne (Pop) wo gerade James Morrison seine Lieder zum Besten gab. Diese Bühne ist die wohl größte und etwas weiter entfernt von der Bühne ließen sich die Zuschauer auf Decken im Gras nieder und sorgten so für eine gemütliche Wiesenstimmung (auch für jene weit hinten war noch eine große Leinwand aufgestellt, sodass jeder etwas vom Auftritt der jeweiligen Band hatte). Nach James Morrison machten wir uns erstmal auf die Suche nach einer Toilette (leicht zu finden mit großem Hakle-Aufblaßhund am Dach), die Schlange war lang, ging jedoch rasch voran.
Danach kam für mich das Highlight des Abends: Unheilig. Eigentlich bin ich jetzt kein großer Fan der Band und höre die Lieder eigentlich nur im Radio, aber nach diesem fulminanten Auftritt bin ich restlos begeistert. Unheilig lieferte eine grandiose Show ab, die Stimme des “Grafs” klingt live unglaublich und er wusste es, das Publikum zu begeistern und zum mitrocken zu animieren (meine Freunde und ich waren völlig ausgepowert danach). Danach schafften wir es gerade noch durch die Massen unseren letzten Zug zu erwischen und kamen um halb 3 morgens zuhause an…
Heute machen wir mal eine kleine Pause und fahren dann morgen wohl nochmal zum Fest – ich würde gerne Silbermond sehen.
Hier nun ein paar Impressionen und ein etwas dilettantischer Videozusammenschnitt von den Auftritten, die wir gesehen haben.
Und noch ein kleiner Zusammenschnitt:






















